Problembiber schnell entfernen

11.09.2017

Der Biberbestand im Aargau ist seit 1993 um das Achtfache gewachsen und beträgt mittlerweile rund 280 Biber, verteilt über den ganzen Kanton. Dies führt zu Nutzungskonflikten mit Land- und Waldwirtschaft. Schlussendlich geht es um Kulturland und damit um Ernährungssicherheit.

In unseren kleinräumigen Strukturen gilt es, den sich überlagernden Nutzungsansprüchen zu entsprechen. Dies schliesst die Nutzungsansprüche der Landwirtschaft und der Landeigentümer mit ein. Für den BVA ist deshalb klar, dass es im Wasserkanton Aargau Platz für den Biber hat. Die Biberpopulation muss aber im vertretbaren Rahmen bleiben und Problembiber, die enorme Schäden an Kulturland und Infrastrukturen wie Strassen und Kanälen verursachen, müssen konsequent und speditiv beseitigt werden können. Schäden an privatem Eigentum sind zudem in jedem Fall marktgerecht zu entschädigen. Dahingehend hat sich der BVA bereits in der Vernehmlassung zum neuen Biberkonzept Aargau vernehmen lassen.

Biberschutz nicht übertreiben
Es ist nicht akzeptabel und abgesehen davon auch nicht zielführend, dass eine Minderheit übermässig unter den Ideen von sogenannten Umweltschützern leiden muss. Es ist für den BVA deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb sich Pro Natura und Bird Life für den Erhalt von drei Biberdämmen einer einzigen Biberfamilie im Reusstal einsetzt, welche über 50 ha landwirtschaftliches Kulturland unter Wasser setzen würde.

Schnelles Handeln bei Problembibern fördert Akzeptanz
Die unkomplizierte Beseitigung von Problembiber sowie die marktgerechte Entschädigung von durch den Biber verursachten Schäden bilden die Grundlage, dass der Biber weiterhin auch in der ländlichen Bevölkerung eine breite Akzeptanz erfährt. Ohne diese Akzeptanz hat der Biber einen schweren Stand und eine solche Situation gilt es zum Wohle des Bibers zu vermeiden.

Christoph Hagenbuch
Vizepräsident BVA und Grossrat