Ja zur Umfahrung Suhr – mit klaren Erwartungen der Landwirtschaft
Die hohe Verkehrsbelastung im Raum Suhr ist seit Jahren bekannt. Eine leistungsfähige Umfahrung kann die Dorfkerne entlasten, die Verkehrssicherheit verbessern und die Standortqualität in der Region erhöhen. Der BVA anerkennt diesen Bedarf und unterstützt das Projekt deshalb grundsätzlich.
Schutz des Kulturlandes
Gleichzeitig ist für den BVA klar: Die Umsetzung des Projekts muss den Anliegen der Landwirtschaft konsequent Rechnung tragen. Der Kulturlandverbrauch ist und bleibt ein zentrales Thema. Der BVA erwartet, dass der Verlust von Fruchtfolgeflächen auf das absolute Minimum beschränkt wird. Positiv wertet der BVA, dass ein zentraler Abschnitt als Tunnel realisiert wird und dadurch Landwirtschaftsfläche geschont werden kann. Dieser Ansatz muss im weiteren Projekt konsequent weiterverfolgt werden.
Klare Grenzen beim ökologischen Ausgleich
Ebenso klar ist unsere Haltung beim ökologischen Ausgleich. Ausgleichsmassnahmen dürfen grundsätzlich nicht auf produktiven Landwirtschaftsflächen erfolgen. Ökoausgleich darf nicht dazu führen, dass der Verlust an produktivem Kulturland für die betroffenen Betriebe weiter steigt.
Faire Rahmenbedingungen für betroffene Betriebe
Weitere Forderungen der Landwirtschaft aus der Vernehmlassung behalten ihre volle Gültigkeit. Dazu gehören praxistaugliche Lösungen bei Erschliessung, Bewirtschaftung, Zufahrten sowie faire Regelungen bei Landbeanspruchung und Entschädigung. Entscheidend ist, dass die betroffenen Betriebe auch während Bau und Betrieb funktionsfähig bleiben.
Kritische Begleitung mit klarer Erwartungshaltung
Der BVA wird das Projekt im weiteren Planungs- und Ausführungsprozess kritisch und konstruktiv begleiten. Die Zustimmung ist mit einer klaren Erwartungshaltung verbunden. Der Schutz des Kulturlands und die Interessen der Landwirtschaft müssen berücksichtigt werden. Nur so ist die Umfahrung Suhr auch aus Sicht der Landwirtschaft nachhaltig tragfähig.
Ralf Bucher
Geschäftsführer