Stellungnahme Verpflichtungskredit Labiola

Der BVA unterstützt den Labiola Verpflichtungskredit und begrüsst den Effizienzgewinn durch das geplante Insourcing des Beratungs- und Vertragsmanagement bei Landwirtschaft Aargau. Zusätzliche Mittel für die Umsetzung des Gegenvorschlags der Gewässerinitiative sollten hingegen nur zurückhaltend eingesetzt werden.

Der BVA begrüsst den Verpflichtungskredit für die Labiola-Tranche 2028–2031. Die bisherigen Resultate zeigen, dass der freiwillige und partnerschaftliche Ansatz funktioniert. Die Aargauer Bauernfamilien haben in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Biodiversität geleistet und damit bewiesen, dass sie ihre Verantwortung wahrnehmen. Der BVA unterstützt deshalb die Weiterführung des Programms und den beantragen Verpflichtungskredit von 9.88 Mio. Franken. 

Mittel sollen bei den Betrieben ankommen

Aus Sicht des BVA müssen die bereitgestellten Mittel möglichst direkt den Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern zugutekommen. Die Bauernfamilien erbringen konkrete Leistungen zugunsten von Biodiversität, Landschaft und Gesellschaft und sollen dafür angemessen entschädigt werden. Auch bei Monitoring und Erfolgskontrollen gilt der Grundsatz «Qualität vor Quantität»: Zusätzliche administrative Aufwände sind auf das notwendige Mass zu beschränken, damit möglichst viele Mittel in wirksame Massnahmen fliessen. 

Feuchtflächen mit Augenmass entwickeln

Beim vorgesehenen Verpflichtungskredit von 5.6 Mio. Franken für neue Feuchtflächen unterstreicht der BVA den freiwilligen Ansatz und eine sorgfältige Interessensabwägung. Wertvolle Landwirtschafts- und Fruchtfolgeflächen dürfen nicht unnötig verloren gehen, da sie für die Versorgungssicherheit von grosser Bedeutung sind. Bevor zusätzliche Flächen geschaffen werden, sollen bestehende Feuchtgebiete, Revitalisierungen und Naturschutzmassnahmen konsequent berücksichtigt und an das Flächenziel von 280 ha angerechnet werden. 

 

Priska Stierli
Fachmitarbeiterin Energie und Klima