Klares Nein zur Ernährungsinitiative

Die Aargauer Stimmbevölkerung lehnt die Ernährungsinitiative mit 74,83 % noch deutlicher ab als der Schweizer Durchschnitt von 72,5 %. Ein klares Bekenntnis zu einer starken, vielfältigen Landwirtschaft.

Die Schweizer Stimmbevölkerung hat die Ernährungsinitiative am 27. September mit 72,5 % Nein sehr deutlich abgelehnt. Im Kanton Aargau fiel das Resultat noch klarer aus: Mit 74,83 % Nein-Stimmen haben ausnahmslos alle Aargauer Gemeinden die Initiative verworfen. Für uns als BVA ist das ein starkes Signal: Die Bevölkerung will auch in Zukunft selbst entscheiden, was auf ihren Teller kommt.

Anliegen der Selbstversorgung ernst nehmen

Die Initiative wollte den Netto-Selbstversorgungsgrad auf mindestens 70 % erhöhen. Auch wenn die vorgeschlagenen Massnahmen dafür der falsche Weg waren, nehmen wir das Anliegen einer besseren Selbstversorgung ernst. Die zunehmende Abhängigkeit von Lebensmittelimporten bereitet einem Teil der Bevölkerung Sorgen. Das deutliche Resultat unterstreicht die Bedeutung einer eigenständigen, leistungsfähigen und vielfältigen Lebensmittelproduktion – auch im Aargau.

Inländische Produktion stärken

Das Abstimmungsergebnis ist auch ein Auftrag an Politik und Verwaltung: Sie müssen Rahmenbedingungen schaffen, welche die inländische Produktion und Ernährungswirtschaft stärken, ohne die Vielfalt zu gefährden. Wirtschaftlich gesunde bäuerliche Familienbetriebe bilden das Rückgrat der Landwirtschaft und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit, zur Pflege der Kulturlandschaft und zur Wirtschaft in den ländlichen Gebieten.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich im Aargau für ein starkes Nein engagiert haben – ob mit Blache, Plakat, Autokleber oder im persönlichen Gespräch. Jede Stimme hat gezählt!

Ivan Aregger
Marketing und Kommunikation