Energiegesetz: Jetzt Ja stimmen!

Dass die fünf noch bestehenden Atomkraftwerke in den nächsten Jahren und Jahrzehnten altershalber vom Netz gehen, ist klar. Dass aktuell niemand ein neues baut, ist ebenso klar. Es bleibt die Investition in Erneuerbare und in Energieeffizienz, wenn wir die Abhängigkeit vom Ausland nicht noch mehr steigern wollen.

Die Bauernfamilien arbeiten mit der Natur und wissen, dass ein nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen für die kommenden Generationen zentral ist. Deshalb ist es selbstverständlich, auch im Bereich der Energie auf erneuerbare zu setzen. Genau darauf zielt auch das Energiegesetz ab.

Hohe Eigenversorgung
Wie bei den Nahrungsmitteln strebt der BVA auch bei der Energie eine möglichst hohe Eigenversorgung aus dem Inland an. Heute liegt der Inlandanteil der Energie lediglich bei 23 % und 65 % der Energie stammt aus fossilen, nicht erneuerbaren Quellen. Über 10 Mia. Franken fliessen damit in klimapolitisch fragwürdige Energien ins Ausland. Mit der Energiestrategie 2050 soll vermehrt im Inland investiert werden, etwa mit dem Gebäudeprogramm oder mit der Förderung erneuerbarer Energien. Der Verbrauch pro Kopf soll mit realistischen Zielen reduziert werden. Die Ziele 2020 beim Stromverbrauch wurden bereits übertroffen (-4.6 % seit 2000) und beim Energieverbrauch nahezu erreicht (-14.8 % seit 2000). Aktuell sind wir wieder auf dem Niveau des Verbrauchs von 1977 pro Kopf.

BVA-Vorstand empfiehlt ein Ja
Seit vielen Jahren engagiert sich der BVA für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. So wurde ersteres auch als Schwerpunkt im Leitbild aufgenommen. Die Unterstützung des Energiegesetzes, das am 21. Mai zur Abstimmung kommt, ist die logische Folge. Wie bereits die Landwirtschaftskammer des Schweizer Bauernverbandes, sagt auch der Vorstand des BVA Ja zum Energiegesetz.

Ralf Bucher
Geschäftsführer

www.energiestrategie-ja.ch