Energiestrategie: Potenzial der Landwirtschaft nutzen
Der BVA Vorstand stimmt der Stossrichtung der überarbeiteten Strategie von energieAARGAU grösstenteils zu, welche an die neuen gesetzlichen Vorgaben und Zielen des Bundes angepasst wurde. Die Landwirtschaft ist auf eine sichere und bezahlbare Stromversorgung angewiesen. Gleichzeitig tragen Bauernfamilien mit grossflächigen Solaranlagen auf Scheunendächern und der Nutzung von Biomasse dazu bei, die regionale Energieversorgung zu stärken.
Geeignete Rahmenbedingungen schaffen
Landwirtschaftsbetriebe haben in den vergangenen Jahren schon viel in den Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion investiert. Es besteht aber nach wie vor ein grosses Potenzial für die Solar- oder Biogasproduktion. Der Ausbau von Biogasanlagen verläuft nicht im gewünschten Tempo und die aktuelle Situation mit tiefen oder fehlenden Rückvergütungen für PV-Strom im Sommer führen dazu, dass nur noch für den Eigenverbrauch zugebaut wird. Um die geplanten Ausbauziele der Strategie energieAARGAU 2025 zu erreichen, sind geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen und die notwendigen Speichertechnologien voranzutreiben.
Biogas: Zentrales Element der Energiewende
Die landwirtschaftliche Biogasproduktion leistet einen wertvollen Beitrag zur Reduktion klimarelevanter Emissionen – sowohl durch die Einsparung fossiler Brenn- und Treibstoffe als auch durch die Reduktion von Methanfreisetzungen aus der Hofdüngerlagerung. Erneuerbare Gase sind zudem ein wichtiger Baustein der Sektorenkopplung, denn Biogas ist speicherbar und kann dann genutzt werden, wenn es benötigt wird. Mit seinem laufenden Projekt, der Biogasoffensive, setzt sich der BVA dafür ein, dass das Biomassepotenzial aus Hofdünger besser genutzt wird.
Priska Stierli
Fachmitarbeiterin Energie & Klima