Impfempfehlung gegen Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit bleibt eine Bedrohung für Rinder und Kleinwiederkäuer. Für 2026 empfehlen BLV und Fachorganisationen dringend die Impfung gegen die Serotypen BTV-3 und BTV-8, um Tierleid und wirtschaftliche Schäden zu verhindern.

Die Blauzungenkrankheit (BTV) wird durch Stechmücken übertragen und kann bei Rindern, Schafen, Ziegen und Neuweltkameliden schwere Krankheitsverläufe verursachen. In der Schweiz zirkulieren aktuell die Serotypen BTV-3 und BTV-8. Auch im 2025 trat das Virus im Kanton Aargau auf. Dank der Impfung waren aber deutlich weniger Tierhaltungen betroffen und die Krankheitsverläufe milder. Es wird auch im Jahr 2026 mit weiteren Fällen gerechnet.

Die Impfung ist die einzige wirksame Schutzmassnahme. Sie verhindert nicht nur Tierleid, sondern reduziert auch finanzielle Verluste für Tierhaltende. Da keine Kreuzimmunität zwischen den Serotypen besteht, müssen Tiere gezielt gegen die aktuell vorkommenden Typen geimpft werden.

Empfehlung:

  • Impfung von klinisch gesunden Rindern und Kleinwiederkäuern gegen BTV-3 und BTV-8 für die gesamte Schweiz.
  • Grundimmunisierung bei Rindern idealerweise zwischen Januar und März, bei Schafen im Januar und Februar vor der Ablammsaison.
  • Tiere, die 2025 geimpft wurden, benötigen eine Wiederholungsimpfung vor der Vektorsaison.

Mit dem Kombinationsimpfstoff BTV-4&8 wird zusätzlich Schutz gegen Serotyp 4 erreicht, der in Nachbarländern vorkommt. Impfstoffe gegen BTV-3 sowie Kombinationsimpfstoffe sind für 2026 verfügbar. Die Impfung erfolgt durch den Bestandestierarzt oder die Bestandestierärztin. 

Impfentschädigung
Es wurde ein Antrag für die erneute finanzielle Unterstützung für die Durchführung der Impfungen eingereicht. Ein Entscheid liegt noch nicht vor und wird bis Ende Jahr erwartet. 

Sarah Waldvogel
Fachmitarbeiterin Standesvertretung