Ohrmarken: Qualität vor Preis
Diese erklärte, dass die Ohrmarken mit einer öffentlichen Ausschreibung durch das Bundesamt für Landwirtschaft beschafft würden. Dabei sei der Preis ein Element unter vielen. Es würden auch Referenzen zur Qualität, Lieferbereitschaft, Sortimentsbreite und Fragen der Kommissionierung zählen. Die gestellten Anforderungen würden regelmässig nur von am Markt gut etablierten Unternehmen erfüllt, die sich in der Qualität aber kaum unterscheiden würden. Der festgestellte gehäufte Ausfall von Ohrmarken könne statistisch nicht bestätigt werden. Die Ausfallrate von Ohrmarken hange neben der eigentlichen Produktqualität auch vom Verhalten des einzelnen Tieres, vom Aufstallungssystem, von der Vegetation der Weiden, Kratzbürsten u.v.m. ab. Bereits beim Anbringen der Ohrmarken könne diese Schaden nehmen, was sich in einer verkürzten Lebensdauer äussern könnte.
Aufwand für Tierhalter berücksichtigen
Weiter erklärt die Identitas, dass einzig eine leicht erhöhte Ausfallrate bei den ersten Gewebeprobenohrmarken, die im BVD-Bekämpfungsprogramm eingesetzt wurden, beobachtet werde. Aufgrund der speziellen Anforderung seien diese Marken anfangs am Steg noch schwächer gebaut gewesen. Weiter steht die Identitas AG zum Thema der Ohrmarkenverluste mit den Schweizer Rindviehproduzenten SRP in Verbindung und eine Sitzung zu diesem Thema sei geplant. Der BVA betonte namens der Tierhalter nochmals, dass bei der nächsten Vergabe beim Preis auch der zusätzliche Aufwand für den Tierhalter, wenn die Ohrmarken häufiger ersetzt werden müssen, eingerechnet werden müsse. Qualitativ hochwertige Ohrmarken sollten daher klar bevorzugt werden. Der BVA erwartet demnach in Zukunft verbesserte Ohrmarkenqualitäten mit weniger Ausfällen.