Schneesport sicher geniessen

Mit dem vielen Schnee ist die Wintersportsaison in vollem Gange. Rund 3 Millionen in der Schweiz wohnhafte Personen sind im Winter gelegentlich auf den Pisten unterwegs. Schneesport macht Freude, beinhaltet aber auch Gefahren.

Gemäss Beratungsstelle für Unfallverhütung verunfallen pro Jahr schätzungsweise 76'000 Ski- und Snowboardfahrer in Schweizer Wintersportgebieten. Rund ein Viertel davon sind ausländische Gäste. Die meisten Unfälle sind selbstverursacht, nur 8 Prozent aller Unfälle auf der Piste sind Kollisionen mit Menschen oder Gegenständen. Tendenziell führen Skiunfälle zu einem schwereren Verletzungsgrad als Snowboardunfälle.

Unfallrisiko lässt sich verringern
Schon wenige Verhaltensregeln tragen dazu bei, das Unfallrisiko auf der Piste zu verringern: Sich rücksichtsvoll verhalten, die Geschwindigkeit dem Können anpassen, Markierungen und Signale beachten und einen Helm tragen. Ein paar Aufwärm- und Dehnübungen beugen Zerrungen vor. Für alle Sportler auf Schneesportabfahrten und Sonderanlagen gelten die zehn Verhaltensregeln des internationalen Skiverbandes FIS. Gemäss Gerichtspraxis sind sie verbindlich. Die Schweizerische Kommission für Unfallverhütung auf Schneesportabfahrten (SKUS) ergänzt die FIS-Regeln mit Richtlinien in Snowparks. Mit dem untenstehenden Link gelangen Sie zu den FIS- und SKUS-Regeln. Wer gegen die FIS-Regeln oder SKUS-Richtlinien verstösst und einen Unfall mit Schadenfolge verursacht, muss mit zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Aber auch andere Schneesportarten sind nicht ungefährlich. Beim Schlitteln ereignen sich jedes Jahr rund  7'000 Unfälle. Für Freerider, Schneeschuhläufer und Tourengänger stellen vor allem mögliche Lawinenabgänge eine Bedrohung dar. Die Plattform White Risk stellt auf interaktive Art umfassendes Wissen über Lawinen bereit. Man lernt, ein Lawinenbulletin richtig zu lesen, erfährt welche Ausrüstung mit auf eine Tour gehört und wie man sich bei einem Lawinenabgang verhalten soll.

Trifft doch ein Schadenfall ein, können Agrisano-Versicherte diesen mit dem entsprechenden Formular melden.

Silvia Stocker
Fachmitarbeiterin