Unterstützung für die Bauernbetriebe im Lötschental

Am 28. Mai 2025 stürzte der Berg auf Blatten. Die betroffenen Landwirtschaftsbetriebe stehen vor Herkulesaufgaben. Der SBV und die Walliser Bauernorganisationen rufen zur Solidarität und einer Spende zugunsten der betroffenen Bauernfamilien auf. Der BVA schliesst sich diesem Aufruf an.

Das Dorf Blatten (VS), das vor einem Monat schwer von einem Bergsturz zugeschüttet wurde, will sich wieder aufrichten. Acht Landwirtschaftsbetriebe sind direkt betroffen. Sie haben ihre Ställe und einen Grossteil ihrer Flächen verloren. Vier von ihnen haben auch keine Wohnhäuser mehr. Acht weitere Betriebe haben Land verloren. Gesamthaft befinden sich 72 ha landwirtschaftliche Fläche unter dem Schuttkegel. Hinzu kommen 100 ha und vier Alpbetriebe, die aktuell nicht mehr erreichbar sind und daher nicht bewirtschaftet werden können. 

Versicherungsleistungen reichen nicht aus
Zwar wurden kurzfristige logistische Notlösungen gefunden, doch der Wiederaufbau wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Bauernfamilien von Blatten sind sich dessen bewusst und zeigen bewundernswerten Mut. Die Versicherungsleistungen reichen nicht aus, um alle Folgekosten dieser Tragödie bis dahin zu decken. Zusätzliche Hilfe ist nötig, um die Übergangszeit zu überbrücken und sicherzustellen, dass die Landwirtschaft weiterhin ihren Platz im Lötschental hat. 

Geld direkt an Landwirtschaftsbetriebe
Unter der Schirmherrschaft der Genossenschaft für die Bewirtschaftungsarrondierung Lötschental wurde ein Konto eingerichtet, um Geldspenden explizit für die betroffenen Landwirtschaftsbetriebe zu sammeln. Der Schweizer Bauernverband, die Bauernvereinigung Oberwallis und Walliser Landwirtschaftskammer rufen zur Solidarität mit den schwer betroffenen und in ihrer Existenz bedrohten Bäuerinnen und Bauern auf. Die Spenden dienen dazu, deren Notlagen zu lindern, die Situation der betroffenen Betriebe zu stabilisieren, finanzielle Verluste auszugleichen und den langfristigen Wiederaufbau widerstandsfähiger Strukturen zu ermöglichen. Das einbezahlte Geld wird nach einem definierten Verteilschlüssel je nach Grad der Betroffenheit der Betriebe eingesetzt und verteilt.

SBV ergänzt durch Ralf Bucher 
Geschäftsführer