Hier haben die Wildschweine gewirkt....

Wildschweine jagen mit Hilfe von Drohnen

5.04.2018

Mit einem Vorstoss regen zwei bäuerliche Grossräte an, dass die Wildschweinjagd mit Hilfe von Drohnen intensiviert werden soll. Aktuell sind die Schäden in vielen Regionen enorm hoch und sorgen für grossen Unmut.

Die Vergütung der Wildschweinschäden beläuft sich im Aargau auf jährlich rund eine halbe Million Franken. Rechnet man die zusätzlichen Aufwendungen der Verhütungsmassnahmen zur Verhinderung der Schäden,  die Schäden unter der Bagatellschadengrenze sowie die Schadenabschätzung mit ein, so belaufen sich die Aufwendungen auf rund 0.8 Millionen Franken. Die Aufwendungen der Jäger sind nicht einberechnet, sie  würden den Betrag noch massiv erhöhen. Die Schäden verteilen sich vor allem auf die Gemeinden nördlich der Autobahn und dort gibt es einige „Hotspots“, bei welchen die Schäden kaum mehr tragbar sind.

Hoher Jagddruck hilft
Die Jäger betreiben einen enormen Aufwand für die Bejagung des Schwarzwildes. In Gebieten mit hohem jagdlichem Druck zeigt sich dies auch beim Rückgang der Schäden. Aktuell sind diese aber in vielen Gebieten zu hoch. Gerade im Hinblick auf die mögliche Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) müsste der jagdliche Druck massiv verstärkt werden, um einer Verbreitung der Schweinepest im Aargau durch die Wildschweine zu verhindern. Vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen wird die Gefahr als gross bezeichnet, dass die Seuche in der Schweiz auftreten kann.

Drohnen mit Wärmebildkamera sollen helfen
Aus diesem Grund fragen Hansjörg Erne, SVP, Hettenschwil und Ralf Bucher, CVP, Mühlau den Regierungsrat mit einer Interpellation an, ob er sich der Gefahr der Ausbreitung der ASP bewusst ist und die richtigen Massnahmen trifft, um dies zu verhindern. Weiter fragen sie, ob sich der Regierungsrat vorstellen kann, technische Hilfsmittel wie Drohnen mit Wärmebildkamera zuzulassen.

Die Interpellation mit allen Fragen kann im nachstehenden Link heruntergeladen werden.

Der Vorstoss fand in den Medien rege Beachtung. So etwa im TeleM1 und in der Aargauer Zeitung, siehe untenstehenden Link.

Dass diese Möglichkeit auch andernorts besteht, zeigt der Filmbeitrag über die Jagd in Bayern, siehe unten.

Ralf Bucher
Geschäftsführer